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	<title>Der Klassencharakter des bürgerlichen Staats - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Dio: /* &quot;Relative Autonomie&quot; und &quot;Staat als Kräfteverhältnis&quot; (Poulantzas) */</title>
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		<author><name>Dio</name></author>
		
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		<title>Dio: /* &quot;Relative Autonomie&quot; und &quot;Staat als Kräfteverhältnis&quot; (Poulantzas) */</title>
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Das Problem ist damit aber nicht gelöst, vielmehr stellt es sich hier neu: „[W]arum greift die Bourgeoisie in ihrer Herrschaft auf diesen nationalen Volksstaat zurück, diesen modernen Repräsentativ-Staat mit seinen spezifischen Institutionen, und nicht auf einen anderen? Denn es ist keineswegs selbstverständlich, dass sie sich genau diesen Staat aussuchen würden, wenn sie den Staat komplett selbst und nach ihrem Geschmack aufbauen würden.“ &amp;lt;ref&amp;gt; ebd. S.40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verwandte Frage hatte bereits der sowjetische Rechtstheoretiker Eugen Paschukanis knapp 50 Jahre, vorher gestellt: „Warum bleibt die Klassenherrschaft nicht das, was sie ist, das heißt die faktische Unterwerfung eines Teiles der Bevölkerung unter die andere? Warum nimmt sie die Form einer offiziellen staatlichen Herrschaft an, oder – was dasselbe ist – warum wird der Apparat des staatlichen Zwanges nicht als privater Apparat der herrschenden Klasse geschaffen, warum spaltet er sich von der letzteren ab und nimmt die Form eines unpersönlichen, von der Gesellschaft losgelösten Apparats der öffentlichen Macht an?“ Poulantzas gibt in der Einleitung auch eine vorläufige, knappe Antwort auf die von ihm formulierte Frage: „Der Staat stellt ein materielles Gerüst dar, das in keiner Weise auf die politische Herrschaft reduziert werden kann. Der Staatsapparat, dieses besondere und furchterregende Etwas, erschöpft sich nicht in der Staatsmacht. [...] Wenn der Staat nicht einfach ein vollständiges Produkt der herrschenden Klassen ist, so haben sie sich seiner auch nicht einfach bemächtigt: Die Macht des Staates (die der Bourgeoisie im Fall des kapitalistischen Staates) hat in dieser Materialität ihre Spuren hinterlassen. Die Handlungen des Staates reduzieren sich nicht auf die politische Herrschaft, sie sind jedoch konstitutiv von ihr gezeichnet.“ &amp;lt;ref&amp;gt; ebd. S.42.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#160;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Poulantzas formuliert in der Einleitung zur ''Staatstheorie'' den Ausgangspunkt seiner Überlegungen. Es ist nicht der Klassencharakter des Staates, der zur Debatte steht: „Jeder Staat ist ein Klassenstaat; jede politische Herrschaft ist Klassendiktatur; der kapitalistische Staat ist ein Staat der Bourgeoisie; der kapitalistische Staat im Allgemeinen und jeder kapitalistische Staat im Besonderen sind Diktaturen der Bourgeoisie“ &amp;lt;ref&amp;gt; Poulantzas, Nicos: Staatstheorie. 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Warum nimmt sie die Form einer offiziellen staatlichen Herrschaft an, oder – was dasselbe ist – warum wird der Apparat des staatlichen Zwanges nicht als privater Apparat der herrschenden Klasse geschaffen, warum spaltet er sich von der letzteren ab und nimmt die Form eines unpersönlichen, von der Gesellschaft losgelösten Apparats der öffentlichen Macht an?“ Poulantzas gibt in der Einleitung auch eine vorläufige, knappe Antwort auf die von ihm formulierte Frage: „Der Staat stellt ein materielles Gerüst dar, das in keiner Weise auf die politische Herrschaft reduziert werden kann. Der Staatsapparat, dieses besondere und furchterregende Etwas, erschöpft sich nicht in der Staatsmacht. [...] Wenn der Staat nicht einfach ein vollständiges Produkt der herrschenden Klassen ist, so haben sie sich seiner auch nicht einfach bemächtigt: Die Macht des Staates (die der Bourgeoisie im Fall des kapitalistischen Staates) hat in dieser Materialität ihre Spuren hinterlassen. 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Diese Klassenfraktionen formieren sich unter der Hegemonie einer Fraktion zu einem „Block an der Macht“, in welchen auch andere herrschende Klassen miteinbezogen werden. Die Hegemonie einer Fraktion bedeutet dabei, dass diese die äußeren Bedingungen der kapitalistischen Produktionsweise in ihrem Sinne optimieren kann; und diese Hegemonie erst ermöglicht die Einheit dieses Blocks gegenüber den beherrschten Klassen. Poulantzas betont, dass nicht nur Teile der Bourgeoisie (etwa das Monopolkapital) den Machtblock stemmen: „Diese bürgerlichen Fraktionen sind in ihrer Gesamtheit, obwohl in unterschiedlichem Maße, auf dem Terrain der politischen Herrschaft angesiedelt, und gehören somit immer zum Block an der Macht“.&amp;lt;ref&amp;gt; ebd. S.159.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Machtblock ist aber konfliktdurchzogen, er stellt ein umkämpftes, instabiles Kompromissgleichgewicht dar: „Der Machtblock stellt eine von inneren Widersprüchen gekennzeichnete Einheit von politisch herrschenden Klassen und Fraktionen unter dem Schutz der hegemonialen Fraktion dar. Der Klassenkampf, die Interessenrivalitäten zwischen den gesellschaftlichen Kräften sind darin ständig gegenwärtig, wobei diese Interessen ihren spezifischen Antagonismus bewahren“ &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;(PMGK&lt;/del&gt;, S. 239&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;)&lt;/del&gt;. In diesem Sinne ist die konkrete Politik des Staates und die Hegemonie im Machtblock immer umkämpft, und dieser Kampf wird im Staat, in seinen ideologischen&amp;#160; (Medien, Think Tanks, …) aber auch repressiven Apparaten (Polizei, Armee, …) ausgetragen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Eine wichtige Aufgabe des Staates sieht Poulantzas in der Repräsentation und Organisation der herrschenden und der Desorganisation der beherrschten Klassen. Die Bourgeoisie ist keine widerspruchsfreie Einheit. Sie verfolgt zwar zwangsläufig als Klasse einheitlich das Ziel der Kapitalverwertung, dieses Ziel bringt sie aber auch in direkte Konkurrenz untereinander, weshalb, wie Engels sagt, der Staat als „ideeller Gesamtkapitalist“ agiert. Poulantzas zufolge ist die Kapitalistenklasse in Klassenfraktionen gespalten, die unterschiedliche, durchaus widersprüchliche Interessen verfolgen. Diese Klassenfraktionen formieren sich unter der Hegemonie einer Fraktion zu einem „Block an der Macht“, in welchen auch andere herrschende Klassen miteinbezogen werden. Die Hegemonie einer Fraktion bedeutet dabei, dass diese die äußeren Bedingungen der kapitalistischen Produktionsweise in ihrem Sinne optimieren kann; und diese Hegemonie erst ermöglicht die Einheit dieses Blocks gegenüber den beherrschten Klassen. Poulantzas betont, dass nicht nur Teile der Bourgeoisie (etwa das Monopolkapital) den Machtblock stemmen: „Diese bürgerlichen Fraktionen sind in ihrer Gesamtheit, obwohl in unterschiedlichem Maße, auf dem Terrain der politischen Herrschaft angesiedelt, und gehören somit immer zum Block an der Macht“.&amp;lt;ref&amp;gt; ebd. S.159.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Machtblock ist aber konfliktdurchzogen, er stellt ein umkämpftes, instabiles Kompromissgleichgewicht dar: „Der Machtblock stellt eine von inneren Widersprüchen gekennzeichnete Einheit von politisch herrschenden Klassen und Fraktionen unter dem Schutz der hegemonialen Fraktion dar. Der Klassenkampf, die Interessenrivalitäten zwischen den gesellschaftlichen Kräften sind darin ständig gegenwärtig, wobei diese Interessen ihren spezifischen Antagonismus bewahren“ &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Poulantzas, Nicos: Politische Macht und gesellschaftliche Klassen, Frankfurt am Main 1980&lt;/ins&gt;, S. 239&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/ins&gt;. In diesem Sinne ist die konkrete Politik des Staates und die Hegemonie im Machtblock immer umkämpft, und dieser Kampf wird im Staat, in seinen ideologischen&amp;#160; (Medien, Think Tanks, …) aber auch repressiven Apparaten (Polizei, Armee, …) ausgetragen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Dio</name></author>
		
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		<title>Dio: /* &quot;Akkumulationsregime&quot; (Regulationsschule) */</title>
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		<author><name>Dio</name></author>
		
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		<title>Dio: /* &quot;Relative Autonomie&quot; und &quot;Staat als Kräfteverhältnis&quot; (Poulantzas) */</title>
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Es ist nicht der Klassencharakter des Staates, der zur Debatte steht: „Jeder Staat ist ein Klassenstaat; jede politische Herrschaft ist Klassendiktatur; der kapitalistische Staat ist ein Staat der Bourgeoisie; der kapitalistische Staat im Allgemeinen und jeder kapitalistische Staat im Besonderen sind Diktaturen der Bourgeoisie“ &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;(&lt;/del&gt;Staatstheorie S. 155&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;)&lt;/del&gt;, all dies sind für ihn „Banalitäten“ - zwar richtig, aber nicht weiter ausführenswert. Das Problem ist damit aber nicht gelöst, vielmehr stellt es sich hier neu: „[W]arum greift die Bourgeoisie in ihrer Herrschaft auf diesen nationalen Volksstaat zurück, diesen modernen Repräsentativ-Staat mit seinen spezifischen Institutionen, und nicht auf einen anderen? Denn es ist keineswegs selbstverständlich, dass sie sich genau diesen Staat aussuchen würden, wenn sie den Staat komplett selbst und nach ihrem Geschmack aufbauen würden.“ &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;(Staatstheorie, &lt;/del&gt;S. 40&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;)&lt;/del&gt;. Eine verwandte Frage hatte bereits der sowjetische Rechtstheoretiker Eugen Paschukanis knapp 50 Jahre, vorher gestellt: „Warum bleibt die Klassenherrschaft nicht das, was sie ist, das heißt die faktische Unterwerfung eines Teiles der Bevölkerung unter die andere? Warum nimmt sie die Form einer offiziellen staatlichen Herrschaft an, oder – was dasselbe ist – warum wird der Apparat des staatlichen Zwanges nicht als privater Apparat der herrschenden Klasse geschaffen, warum spaltet er sich von der letzteren ab und nimmt die Form eines unpersönlichen, von der Gesellschaft losgelösten Apparats der öffentlichen Macht an?&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;“1 &lt;/del&gt;Poulantzas gibt in der Einleitung auch eine vorläufige, knappe Antwort auf die von ihm formulierte Frage: „Der Staat stellt ein materielles Gerüst dar, das in keiner Weise auf die politische Herrschaft reduziert werden kann. Der Staatsapparat, dieses besondere und furchterregende Etwas, erschöpft sich nicht in der Staatsmacht. [...] Wenn der Staat nicht einfach ein vollständiges Produkt der herrschenden Klassen ist, so haben sie sich seiner auch nicht einfach bemächtigt: Die Macht des Staates (die der Bourgeoisie im Fall des kapitalistischen Staates) hat in dieser Materialität ihre Spuren hinterlassen. Die Handlungen des Staates reduzieren sich nicht auf die politische Herrschaft, sie sind jedoch konstitutiv von ihr gezeichnet.“ &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;(Staatstheorie, &lt;/del&gt;S. 42&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;)&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Poulantzas formuliert in der Einleitung zur &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;''Staatstheorie'' &lt;/ins&gt;den Ausgangspunkt seiner Überlegungen. Es ist nicht der Klassencharakter des Staates, der zur Debatte steht: „Jeder Staat ist ein Klassenstaat; jede politische Herrschaft ist Klassendiktatur; der kapitalistische Staat ist ein Staat der Bourgeoisie; der kapitalistische Staat im Allgemeinen und jeder kapitalistische Staat im Besonderen sind Diktaturen der Bourgeoisie“ &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Poulantzas, Nicos: &lt;/ins&gt;Staatstheorie&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;. Politischer Überbau, Ideologie, Sozialistische Demokratie, Hamburg 1978, &lt;/ins&gt;S. 155&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/ins&gt;, all dies sind für ihn „Banalitäten“ - zwar richtig, aber nicht weiter ausführenswert. Das Problem ist damit aber nicht gelöst, vielmehr stellt es sich hier neu: „[W]arum greift die Bourgeoisie in ihrer Herrschaft auf diesen nationalen Volksstaat zurück, diesen modernen Repräsentativ-Staat mit seinen spezifischen Institutionen, und nicht auf einen anderen? Denn es ist keineswegs selbstverständlich, dass sie sich genau diesen Staat aussuchen würden, wenn sie den Staat komplett selbst und nach ihrem Geschmack aufbauen würden.“ &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;&amp;lt;ref&amp;gt; ebd. &lt;/ins&gt;S.40.&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;/ins&gt;Eine verwandte Frage hatte bereits der sowjetische Rechtstheoretiker Eugen Paschukanis knapp 50 Jahre, vorher gestellt: „Warum bleibt die Klassenherrschaft nicht das, was sie ist, das heißt die faktische Unterwerfung eines Teiles der Bevölkerung unter die andere? Warum nimmt sie die Form einer offiziellen staatlichen Herrschaft an, oder – was dasselbe ist – warum wird der Apparat des staatlichen Zwanges nicht als privater Apparat der herrschenden Klasse geschaffen, warum spaltet er sich von der letzteren ab und nimmt die Form eines unpersönlichen, von der Gesellschaft losgelösten Apparats der öffentlichen Macht an?&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;“ &lt;/ins&gt;Poulantzas gibt in der Einleitung auch eine vorläufige, knappe Antwort auf die von ihm formulierte Frage: „Der Staat stellt ein materielles Gerüst dar, das in keiner Weise auf die politische Herrschaft reduziert werden kann. Der Staatsapparat, dieses besondere und furchterregende Etwas, erschöpft sich nicht in der Staatsmacht. 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Diese Klassenfraktionen formieren sich unter der Hegemonie einer Fraktion zu einem „Block an der Macht“, in welchen auch andere herrschende Klassen miteinbezogen werden. Die Hegemonie einer Fraktion bedeutet dabei, dass diese die äußeren Bedingungen der kapitalistischen Produktionsweise in ihrem Sinne optimieren kann; und diese Hegemonie erst ermöglicht die Einheit dieses Blocks gegenüber den beherrschten Klassen. Poulantzas betont, dass nicht nur Teile der Bourgeoisie (etwa das Monopolkapital) den Machtblock stemmen: „Diese bürgerlichen Fraktionen sind in ihrer Gesamtheit, obwohl in unterschiedlichem Maße, auf dem Terrain der politischen Herrschaft angesiedelt, und gehören somit immer zum Block an der Macht“ &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;(Staatstheorie &lt;/del&gt;S. 159&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;)&lt;/del&gt;. Dieser Machtblock ist aber konfliktdurchzogen, er stellt ein umkämpftes, instabiles Kompromissgleichgewicht dar: „Der Machtblock stellt eine von inneren Widersprüchen gekennzeichnete Einheit von politisch herrschenden Klassen und Fraktionen unter dem Schutz der hegemonialen Fraktion dar. Der Klassenkampf, die Interessenrivalitäten zwischen den gesellschaftlichen Kräften sind darin ständig gegenwärtig, wobei diese Interessen ihren spezifischen Antagonismus bewahren“ (PMGK, S. 239). In diesem Sinne ist die konkrete Politik des Staates und die Hegemonie im Machtblock immer umkämpft, und dieser Kampf wird im Staat, in seinen ideologischen&amp;#160; (Medien, Think Tanks, …) aber auch repressiven Apparaten (Polizei, Armee, …) ausgetragen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Eine wichtige Aufgabe des Staates sieht Poulantzas in der Repräsentation und Organisation der herrschenden und der Desorganisation der beherrschten Klassen. Die Bourgeoisie ist keine widerspruchsfreie Einheit. Sie verfolgt zwar zwangsläufig als Klasse einheitlich das Ziel der Kapitalverwertung, dieses Ziel bringt sie aber auch in direkte Konkurrenz untereinander, weshalb, wie Engels sagt, der Staat als „ideeller Gesamtkapitalist“ agiert. Poulantzas zufolge ist die Kapitalistenklasse in Klassenfraktionen gespalten, die unterschiedliche, durchaus widersprüchliche Interessen verfolgen. Diese Klassenfraktionen formieren sich unter der Hegemonie einer Fraktion zu einem „Block an der Macht“, in welchen auch andere herrschende Klassen miteinbezogen werden. Die Hegemonie einer Fraktion bedeutet dabei, dass diese die äußeren Bedingungen der kapitalistischen Produktionsweise in ihrem Sinne optimieren kann; und diese Hegemonie erst ermöglicht die Einheit dieses Blocks gegenüber den beherrschten Klassen. Poulantzas betont, dass nicht nur Teile der Bourgeoisie (etwa das Monopolkapital) den Machtblock stemmen: „Diese bürgerlichen Fraktionen sind in ihrer Gesamtheit, obwohl in unterschiedlichem Maße, auf dem Terrain der politischen Herrschaft angesiedelt, und gehören somit immer zum Block an der Macht“&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;.&amp;lt;ref&amp;gt; ebd. &lt;/ins&gt;S.159.&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;/ins&gt;Dieser Machtblock ist aber konfliktdurchzogen, er stellt ein umkämpftes, instabiles Kompromissgleichgewicht dar: „Der Machtblock stellt eine von inneren Widersprüchen gekennzeichnete Einheit von politisch herrschenden Klassen und Fraktionen unter dem Schutz der hegemonialen Fraktion dar. Der Klassenkampf, die Interessenrivalitäten zwischen den gesellschaftlichen Kräften sind darin ständig gegenwärtig, wobei diese Interessen ihren spezifischen Antagonismus bewahren“ (PMGK, S. 239). 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Das würde im Extremfall implizieren, dass das gleiche Instrument (das verschiedenen, allerdings zweitrangigen Modifikationen unterliegt) durch eine Veränderung der Staatsmacht, also durch die Macht der Arbeiterklasse, für den Übergang zum Sozialismus anders eingesetzt werden könnte“ &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;(Staatstheorie &lt;/del&gt;S. 160&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;)&lt;/del&gt;. Dieses Defizit meint er zu beheben: „Das materielle Gerüst seiner [des Staates] Institutionen wird durch die Beziehung des Staates zu den Produktionsverhältnissen und der gesellschaftlichen Arbeitsteilung konstituiert, die sich in der kapitalistischen Trennung des Staates von diesen Verhältnissen konzentriert. […] Der Staat hat eine eigene Dichte und Widerstandskraft und reduziert sich nicht auf ein Kräfteverhältnis. Eine Veränderung des Kräfteverhältnisses zwischen Klassen hat sicherlich immer Auswirkungen innerhalb des Staates, sie überträgt sich jedoch nicht direkt und unmittelbar. Sie passt sich der Materialität der verschiedenen Apparate an und kristallisiert sich im Staat nur in gebrochener und differenzierter, den Apparaten entsprechender Form. Eine Veränderung der Staatsmacht allein transformiert die Materialität des Staates nicht“ &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;(Staatstheorie &lt;/del&gt;S. 161f&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;)&lt;/del&gt;. Als Beispiele für die Materialität führt Poulantzas u.a. die Organisierung kapitalistischen Wissens an: „Die geistige Arbeit (Wissen/Macht) ist in den Apparaten konzentriert und steht im Gegensatz zur tendenziell in den Volksmassen konzentrierten manuellen Arbeit, die von den organisatorischen Funktionen ausgeschlossen und getrennt sind“ &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;(Staatstheorie &lt;/del&gt;S. 83&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;)&lt;/del&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Bei Poulantzas bleibt unklar, wie der Begriff der Verdichtung genau zu verstehen ist, wohingegen er ausführt, was es mit der Materialität hier auf sich hat. 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		<author><name>Dio</name></author>
		
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		<title>Dio: /* Staatsmonopolistischer Kapitalismus */</title>
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		<updated>2020-01-09T09:45:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Staatsmonopolistischer Kapitalismus&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<title>Dio: /* Der Staat als alleiniges Instrument der Monopole */</title>
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		<author><name>Dio</name></author>
		
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		<title>Dio: /* Der Staat als alleiniges Instrument der Monopole */</title>
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		<author><name>Dio</name></author>
		
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		<title>Dio: /* Der Staat als alleiniges Instrument der Monopole */</title>
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		<updated>2020-01-09T09:23:57Z</updated>

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		<author><name>Dio</name></author>
		
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		<title>Wika: /* &quot;Hegemonie&quot; und &quot;integraler Staat&quot; (Gramsci) */</title>
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		<updated>2020-01-02T12:50:29Z</updated>

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		<author><name>Wika</name></author>
		
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		<title>Wika: /* &quot;Hegemonie&quot; und &quot;integraler Staat&quot; (Gramsci) */</title>
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		<updated>2020-01-02T12:48:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;&amp;quot;Hegemonie&amp;quot; und &amp;quot;integraler Staat&amp;quot; (Gramsci)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Wika</name></author>
		
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